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Hallenfußball zum Jahresabschluss
Die Fußballer von Stahl Thale veranstalten zum Jahresabschluss zwei interessante Hallenturniere. Damit wird die Tradition fortgesetzt, jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr in der Thalenser Mehrzweckhalle ein gut besetztes Fußballturnier durchzuführen. Das Turnier der 1. Mannschaft findet inzwischen in der die 12. Auflage statt, wobei es nicht leicht war, nach 2007 nun erneut ein gutklassiges Teilnehmerfeld zu gewinnen. Los geht es in der Thalenser Mehrzweckhalle schon am Donnerstag, 29. Dezember um 17.00 Uhr, wo zum dritten Mal die Abteilung Fußball ein vereinsinternes Turnier organisiert hat. Hierbei stehen mehr der Spaß und die gute Unterhaltung im Vordergrund, wenn Geheimfavorit Thale II auf die 1. Mannschaft trifft oder im immer wieder reizvollen Duell das Altherrenteam von Stahl Thale die Mannschaft Ü 32 prüft. Eine Bereicherung dürfte wieder die Teilnahme der Frauenmannschaft sein, die in der Salzlandliga überlegener Herbstmeister wurde und versuchen wird, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Komplettiert wird das Sechserfeld durch ein Team der Übungsleiter. Am Freitag geht es an gleicher Stelle ab 17.00 Uhr weiter, wenn die Stahl-Elf als Vorjahressieger des Autoteile-Harz-Cups die Mannschaften von Einheit Wernigerode (Landesliga), Lok Aschersleben (Landesklasse), den vorjährigen Finalisten aus Schlanstedt (Landesklasse) sowie die Werks-Elf KSM Castings aus Wernigerode und Glückauf Rammelsberg (Fünfter der Bezirksliga Braunschweig) herausfordert. Diesmal wird der Ermlich-Gehrke-Cup ausgespielt. Sollte Rammelsberg wegen anderweitiger Verpflichtungen kurzfristig ausfallen, wird ein zweites Thalenser Team an den Start gehen. Der Eintritt am Donnerstag frei, für das leibliche Wohl ist an beiden Tagen gesorgt.
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Ausgelassene Stimmung herrschte am Donnerstag in der Thalenser Mehrzweckhalle. Das vereinsinterne Fußballturnier fand ein reges Interesse sowohl bei den Aktiven als auch den Zuschauern. Organisationschef Hagen Schumann musste sogar in Absprache mit den Mannschaftsleitern den Austragungsmodus ändern, um allen Spielern eine Teilnahme zu ermöglichen. So waren nun acht Teams am Start, wobei die erste und zweite Männermannschaft mit je zwei Vertretungen antraten. Sie waren es auch, die den Turnierverlauf entscheidend prägten und harte Gegenwehr nur in dem späteren Turnierzweiten, ihren Mannschaftskameraden der Ü 32, zu leisten hatten. „Wir sahen ein schönes und spannendes Turnier, in dem sich die Abteilung Fußball stark präsentiert hat“, lautete das Fazit von Schumann. „Es war Werbung für unseren Verein mit tollen Torhüterleistungen, attraktiven Toren und einer perfekten Organisation – es stimmte einfach alles. Wir wurden in unseren Überlegungen gestärkt, dass diese Veranstaltung im nächsten Jahr eine Fortsetzung finden muss“, so Schumann weiter. In zwei Viererstaffeln wurde das Turnier bereits mit einer Überraschung eröffnet. Die Ü 32 setzte sich im Auftaktspiel der Gruppe A gegen Thale I A durch ein Tor von Christoph Spormann glücklich mit 1:0 durch. Der vermeintliche Favorit hatte Pech, traf zweimal nur den Pfosten und sah sich einem überragenden Thomas Große (53) im Tor der Ü 32 gegenüber. Beide Teams qualifizierten sich später für das Halbfinale, weil Thale II B in der Vorrunde nur ein Spiel gewinnen konnte und die Frauenmannschaft leer ausging. Das „schwache Geschlecht“ genoss die Privilegien, ihren Trainer Torsten Worch zwischen die Pfosten stellen und eine Feldspielerin mehr aufbieten zu dürfen. Jede gute Aktion der Frauen wurde beklatscht, aber weder Manuela Eichler, noch Tina Elsner oder die erst 14-jährige Kreis-Auswahlspielerin Theresa Raulf mit ihren Distanzschüssen hatten kein Glück. In der Gruppe B gab es ähnlich klare Verhältnisse. Hier dominierte das Team Thale I B, das im Turnierverlauf mit 25 die meisten Treffer erzielte, vor Thale II A. Die Abwehr der Alten Herren hatte trotz sehr guter Paraden von Helmut Jabusch (65) keinen guten Tag erwischt, so dass seine Fünf nur Gruppenletzter wurde. Auch das Team der Übungsleiter, in dem u. a. Andreas Lehmann als Coach der 1. Mannschaft mitwirkte, konnte nur ein Spiel gewinnen. Im Halbfinale wurde die Ü 32 gegen Thale II A durch ein Tor von Mike Trzaska erster Finalist. Im zweiten Halbfinalspiel dominierte Thale I B über ihre sonstigen Mitspieler von Thale I A klar mit 6:2. Hier gelang Andy Drechsel ein in der Halle selten gesehenes Kopfballtor zum 1:0. In den Platzierungsspielen hatte die Frauenmannschaft dann ihren „großen“ Auftritt. Im Spiel um Platz sieben lag sie gegen Thale AH bereits mit 0:4 hinten, ehe dann in der Schlussphase zwei Treffer von Nicole Suldt und Eichler von den zahlreichen Zuschauern frenetisch bejubelt wurden. Das kleine Finale entschied überraschend deutlich Thale II A gegen Thale I A (5:2), bevor im Endspiel dann Thale I B gegen die Ü 32 seiner Favoritenrolle voll gerecht wurde. Nach dem 1:0 durch Torwart Nico Picek und einem überlegten Schlenzer von Drechsel verkürzte Trzaska für den Außenseiter zwar zwischenzeitlich auf 1:2, aber zwei Treffer vom Torschützenbesten Steffen Hägemann (7 Tore) machte die Wiederholung des Vorjahressieges endgültig perfekt. „Meine Mannschaft spielte den attraktivsten Fußball. Schnelle und direkte Kombinationen und ein erfolgreiches Forechecking führten zu sehenswerten Toren“, freute sich Trainer Lehmann über den hochverdienten Triumph, denn eine andere Platzierung war kaum zu erwarten. Dennoch ein hoch einzuschätzender Achtungserfolg für die Ü 32, die im Altersdurchschnitt immerhin etwa 15 Jahre „Vorsprung“ hat. Thale I B: Picek (1) – Mämecke (2), Neuendorf (6), Drechsel (6), Kaye (3), Hägemann (7) Thale Ü 32: Große – Keller, Kirchner, Höbbel, Cierpinski, Trzaska (3), Rieche (1), Herziger, Richter, Spormann (3) Endstand: 1. Thale I B; 2. Thale Ü 32; 3. Thale II A; 4. Thale I A; 5. Thale II B; 6. Thale Übungsleiter; 7. Thale AH; 8. Thale Frauen
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Nachdem beim Vereinsturnier des SV Stahl Thale am Donnerstag die 1. Mannschaft wie erwartet souverän die Nase vorn hatte, war ein Tag später beim 12. Weihnachtsturnier die Aufgabe wesentlich schwieriger. Mit Einheit Wernigerode (Landesliga), Lok Aschersleben und Olympia Schlanstedt (beide Landesklasse) reiste auch von der personellen Besetzung her hochkarätige Konkurrenz an, so dass Thale nicht unbedingt als Favorit auf den Turniersieg gehandelt wurde. Aber im Hallenfußball ist immer so manche Überraschung möglich. Karsten Erdmann, Vorstandsmitglied der Abteilung Fußball und am Freitag Betreuer der Werkself KSM Castings Wernigerode, zeigte sich ungewöhnlich optimistisch. „Natürlich will man das eigene Turnier immer gewinnen, denn der Gastgeber ist gerade vor heimischer Kulisse besonders motiviert“. Für Trainer Andreas Lehmann war der unbedingte Turniersieg nicht vordergründig. Er schickte sein Team unter dem Motto „Spaß haben, verletzungsfrei bleiben und guten Fußball zeigen“ auf das Hallenparkett. Vielleicht war es gerade diese Lockerheit, mit der seine Jungs ihre Spiele bestritten und am Ende überraschend, aber nicht unverdient, auf dem Siegerpodest ganz oben standen. Aber der Weg dahin war an Spannung kaum zu überbieten, denn erst in der letzten Begegnung fiel die Entscheidung zugunsten der Thalenser, wobei ein einziges Tor gegenüber Wernigerode den Ausschlag gab. Schon im ersten Spiel schien sich die Stahl-Sieben warm zu schießen und fegte KSM Castings mit 8:1 nach 0:1-Rückstand förmlich vom Parkett. Es folgten ein wichtiger Sieg gegen Aschersleben (4:2), ein schwer erkämpftes 3:2 gegen Thales Zweite, die dankenswerterweise für Rammelsberg kurzfristig eingesprungen ist und ein mühevolles 2:0 über Schlanstedt. So blieb im „Endspiel“ nur noch die Hürde Wernigerode, in dem die Lehmann-Schützlinge die bessere Ausgangssituation besaßen. Alle Teams außer Thale I waren bereits mit mindestens einer Niederlage belastet, so dass schon ein Unentschieden zum Turniersieg gereicht hätte. Auch eine Niederlage mit höchstens zwei Toren Unterschied, an die natürlich in der Mehrzweckhalle niemand so recht glauben wollte, konnte man sich „leisten“. Wernigerode hatte sich nach der Auftaktniederlage gegen Aschersleben (2:4) kontinuierlich gesteigert, und hätte fast das „Unmögliche“ doch noch möglich gemacht. Thale musste eine Zwei-Minuten-Strafe überstehen, lag bereits 1:4 zurück, wobei André Helmstedt noch einen Neunmeter verschoss, ehe der überragende Steffen Hägemann mit dem 2:4 sein Team erlöste und zum „Matchwinner“ wurde. „Im Gefühl des sicher geglaubten Triumphes spielte mein Team etwas leichtsinnig. Außerdem wurden nach dem Turnier des Vortages die Beine immer schwerer“, nannte Lehmann Gründe dieses Balanceaktes. Vom Pech verfolgt und unter Wert geschlagen, trat die sehr junge 2. Thalenser Mannschaft auf. Sie scheiterte in erster Linie an der mangelhaften Chancenverwertung, musste manches „dummes“ Gegentor einstecken und verlor gegen die Favoriten jeweils nur mit einem Tor Unterschied.Bemerkenswert auch, dass Hägemann mit neun Treffern bester Torjäger war, der Aschersleber Torwart mit vier Treffern torgefährlichster Spieler seiner Mannschaft wurde, Schlanstedt sich durch eine Zwei-Minuten-Strafe nach einer 2:0-Führung gegen Wernigerode selbst um ein besseres Abschneiden brachte und im gleichen Spiel der Wernigeröder Helmstedt ein in der Halle seltenes Kopfballtor gelang. Bemerkenswert auch, dass in den Pausen einige Thalenser Spieler die Versorgung der Zuschauer und Gäste tatkräftig unterstützten.
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Thale I: Picek – Mämecke, Neuendorf (5), Drechsel (3), Geuer, Hägemann (9), Michaelis (2)
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Thale II: Köhler (2) – Klöppel (2), Könnecke (2), A. Lippert (1), Hauf, Kellmann (1), Albrecht (2), Schröder
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Turnierstatistik: Thale I – KSM Castings 8:1, - Aschersleben 4:2, - Thale II 3:2, - Schlanstedt 2:0, - Wernigerode 2:4; KSM Castings – Schlanstedt 0:5, - Aschersleben 0:3, - Wernigerode 1:7, - Thale II 2:4; Aschersleben – Wernigerode 4:2, - Thale II 2:1, - Schlanstedt 5:2; Wernigerode – Thale II 4:3, - Schlanstedt 4:2; Schlanstedt – Thale II 1:0.
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Endstand: 1. Stahl Thale I 19:9 Tore, 12 Punkte; 2. FC Einheit Wernigerode 21:12 Tore, 12 Punkte; 3. SV Lok Aschersleben 16:9 Tore, 12 Punkte; 4. SV Olympia Schlanstedt 10:11 Tore, 6 Punkte; 5. SV Stahl Thale II 10:12 Tore, 3 Punkte; 6. KSM Castings Wernigerode 4:27 Tore, 0 Punkte.
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