2011/12
  Ergebnisse     Tabelle     Pokalspiele     Testspiele     Mannschaft     Kreisliga     Archiv     Homepage     Frauen     Gästebuch  
Allgemein:
Startseite
Newsarchiv
Historie
Spielerarchiv
Impressum


Vorschau
 
SV Eintracht Osterwieck (10.) - SV Stahl Thale (5.)

Nach der jüngsten Heimniederlage der Thalenser gegen Schackstedt (1:2) steht die Stahl-Elf im letzten Spiel der Hinrunde unter Zugzwang. Trainer Andreas Lehmann hatte sechs Punkte gefordert, um mit ruhigem Gewissen zu überwintern. Nun sind nur noch drei übrig geblieben, die nun unbedingt notwendig sind, um den gegenwärtig fünften Tabellenplatz zu festigen. Aber die Trauben in Osterwieck hängen hoch, denn noch keiner Mannschaft gelang es bisher, drei Punkte aus dem Ratsgarten zu entführen. Bei der Auswärtsschwäche der Bode-Städter und der zuletzt gezeigten desolaten Leistungen muss man einen Sieg anzweifeln. „Wenn die Mannschaft das Vermögen abruft, was sie kann, dann gibt es nur einen Gewinner“, zeigte sich Lehmann optimistisch. „Ich hoffe, dass nach drei Auswärtsniederlagen in Folge nun endlich der Knoten platzt“. Immerhin liegt der letzte „Dreier“ in Blankenburg (1:0) bereits zehn Spieltage zurück. Er erwartet, dass sein Team die „nötige Einstellung mitbringt und im Zweikampfverhalten zulegt“. Allerdings muss er die Rechnung mit dem Osterwiecker Torjäger Christoph Tantius machen, der einst für Schlanstedt und Einheit Wernigerode stürmte. In dieser Saison die Ligarangliste mit 15 Treffern anführt und damit die Hälfte der Tore für sein Team beisteuerte. Im Jahr des 100. Vereinsjubiläums (2011) formulierte Eintracht-Coach Sven Hamann ein klares Ziel: „nicht absteigen, obwohl wir personell lange nicht so gut aufgestellt sind wie andere Mannschaften“. Außerdem erwarte er „von seinen Führungsspielern ab sofort mehr Initiative“. Mit dem gegenwärtigen Punktestand (16) dürfte er wohl nicht ganz zufrieden sein, mit der Platzierung schon.
Die letzten beiden Punktspiele in der Landesliga 2006/07 gewann jeweils Thale mit 5:1 (A) und 3:0 (H). 


SV Eintracht Osterwieck  - SV Stahl Thale  0:2 


Heim:  Pohl - Schulz (86. Hildebrandt), Hahmann, Wiegmann, Steinkapf, Tantius, Bieling (61. Bühmann), Seubert, Reuer, Hauch, Grosshenning  
Gast:  Picek – Mämecke, Tietze, Schnabel (27. Fahldieck), Neuendorf, Dub, Drechsel, Stange, Lucas, Hägemann, Engel (75. Michaelis) 
Tore:  0:1 Steinkampf (10. ET); 0:2 Hägemann (42.) 
Zusch:  74 


Bericht:  
 
Endlich! Nach drei Auswärtsniederlagen in Folge gelang der Stahl-Elf im letzten Spiel der Hinrunde der insgesamt dritte Sieg in fremden Gefilden. Sie ist damit die bisher einzige Mannschaft, die im Osterwiecker Ratsgarten gewinnen konnte. Ob damit allerdings der Knoten geplatzt ist, wird erst nach der Winterpause die nächste Begegnung zeigen, die Ende Februar bei Schwarz-Gelb Bernburg stattfindet. Obwohl der Thalenser Trainer Andreas Lehmann gegenüber der Vorwoche auf fünf Spieler verzichten musste, spielte sein Team „besser und trat als Mannschaft geschlossen auf“. Er legte großen Wert darauf, „nicht in Rückstand zu geraten und aus einer sicheren Defensive immer wieder Nadelstiche zu setzen“. Auch der Gastgeber konnte nicht die beste Formation aufbieten und musste sogar einschließlich ihres Trainers Sven Hahmann auf drei über 40-jährige Spieler des Altherren-Teams zurückgreifen. Die Lehmann-Schützlinge, immerhin begleitet von über 20 Stahlfans, zeigten von Beginn an die richtige Einstellung, waren einsatzstark und wollten unbedingt den Sieg. Die Bedingungen im Ratsgarten waren nicht gerade die besten: Der Platz etwas kürzer als gewohnt, Windböen beeinträchtigten die Genauigkeit der Abspiele, oftmals versprang der Ball beim Aufsetzen oder nahm bei Nieselregen auf dem nassen Rasen unerreichbar Fahrt auf. „Osterwieck hatte mit dem Wind die größeren Probleme, weil sie immer mit hohen Bällen die Offensive suchten“, so Lehmann. „Mein Team spielte nicht voll auf Angriff und versuchte, mit schnellem direktem Spiel über die Flügel zu kontern und für Torgefahr zu sorgen. Das klappte besonders in der zweiten Hälfte immer besser, dafür war die Chancenverwertung mangelhaft“. Stärkster Mannschaftsteil der Thalenser war die Abwehr, zumal Marko Schnabel nach 27 Minuten verletzt ausscheiden und Lehmann die Defensive völlig „umkrempeln“ musste. Manndecker Andreas Dub beherrschte Torjäger Christoph Tantius souverän, so dass dieser nur zu einer einzigen Chance kam (26.). Der kopfballstarke Patrick Mämecke machte seine Sache auf der anderen Abwehrseite ebenso gut, und im defensiven Mittelfeld „rackerten“ René Neuendorf und der 17-jährige Tobias Fahldieck unermüdlich.
Die erste Torchance hatte die Eintracht, als Thomas Schulz einen gewaltigen Distanzschuss abgab und Thales Keeper Nico Picek ebenso glänzend reagierte (6.). Wenig später setzte sich auf der rechten Gegenseite Neuendorf durch, flankte nach innen, wo der einheimische Andy Steinkampf Thale per Kopf mit einem Eigentor in Führung brachte (10.). Lange zeit passierte recht wenig, ehe Nico Stange per Freistoß knapp scheiterte (35.) und Steffen Hägemann mit einem Traumtor aus 30 Metern die Thalenser auf die Siegerstraße brachte. Auch Andy Drechsel versuchte es mit einem Schuss vom Strafraumeck, aber Sascha Pohl parierte (45.).
Nach dem Seitenwechsel drängte Osterwieck auf den Anschluss, war aber zu schwach, um Thales Abwehr zu überwinden. Nur wenige Standards brachten einen Hauch von Gefahr. Die Bode-Städter waren bei ihren Kontern wesentlich gefährlicher, aber Neuendorf (69.), Stange (71., 77.), Alexander Lucas (77.) und Hägemann (86.) ließen zum Teil hochkarätige Chancen leichtfertig aus. Ein verdienter Sieg, auch wichtig für die Moral.